Wo Dankbarkeit Heimat findet: Primiz von Elijah Kwizera und Ulrichsbrunnfest.

Seelsorgeraumleiter Johannes Baier brachte diese Dankbarkeit stellvertretend für viele zum Ausdruck. Er dankte Elijah herzlich für seinen engagierten Dienst, seine menschliche Nähe und sein glaubwürdiges Zeugnis. Zugleich würdigte er die hervorragende Zusammenarbeit aller Pfarren des Seelsorgeraums Graz-Nord, die dieses Fest gemeinsam getragen und damit eindrucksvoll gezeigt haben, wie lebendig Kirche dort ist, wo Menschen ihre Charismen miteinander teilen.
Der Primizspruch zog sich wie ein roter Faden durch den Tag: „Wie kann ich dem Herrn vergelten all das Gute, das er mir erwiesen hat?“ (Ps 116,12) Diese Frage ist weniger eine Suche nach einer Antwort als ein Lebensprogramm. Wer so fragt, weiß: Das Wesentliche im Leben ist Geschenk. Gottes Liebe geht jedem menschlichen Tun voraus und genau diese Liebe möchte weitergeschenkt werden.
Besonders sichtbar wurde an diesem Tag das hervorragende Miteinander im Seelsorgeraum Graz-Nord. Haupt- und Ehrenamtliche aus mehreren Pfarren gestalteten das Fest mit großer Selbstverständlichkeit und Freude. So wurde erfahrbar: Berufung wächst nie allein, sondern immer in einer tragenden Gemeinschaft.
Ein herzlicher Dank gilt den Dienerinnen Christi, deren Haus in Ulrichsbrunn seit vielen Jahrzehnten ein Ort der Gastfreundschaft, des Gebets und der geistlichen Heimat ist. Mit ihrer offenen und herzlichen Aufnahme, gemeinsam mit Oberin Sr. M. Emanuela Nikolić und den Schwestern, schenkten sie diesem Fest eine Atmosphäre, in der sich alle willkommen und getragen fühlten.
In der Primizpredigt von Regens Thorsten Schreiber stand das Bild des Brunnens im Mittelpunkt. Ein Brunnen bleibt nur lebendig, wenn er Wasser weiterschenkt. So ist auch der Priester nicht selbst die Quelle, Christus allein ist das lebendige Wasser. Seine Aufgabe besteht darin, Menschen immer wieder zu dieser Quelle zu führen. Die Primiz von Elijah Kwizera erinnerte aber nicht nur an die Berufung eines jungen Priesters. Sie machte zugleich deutlich, dass jeder Getaufte berufen ist, Gottes Güte im Alltag sichtbar werden zu lassen.
So bleibt das Ulrichsbrunnfest 2026 als ein Fest der Berufung und der Hoffnung in Erinnerung. Es machte erfahrbar, dass Gottes Gnade immer vorausgeht und unser Leben zur Antwort einlädt. Diese Antwort besteht nicht darin, Gottes Liebe zurückzuzahlen – das vermag niemand –, sondern sie im eigenen Leben Gestalt annehmen zu lassen und freigiebig weiterzugeben.


